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Achillessehnenriss - Achillessehnenbeschwerden - Rehband Deutschland

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Rehband

Was sind Achillessehnenbeschwerden?

Die Achillessehne (Tendo calcaneus) setzt an der Ferse (Wadenbeinhöcker) an und vereint die geteilte Wadenmuskulatur an der Unterschenkelrückseite. Ein Riss tritt meistens erst nach einer Vorerkrankung z. B. Entzündung der Achillessehne auf. Dieses Verletzungsbild kommt häufig bei Sprung-Sportarten (z.B. Basketball, Volleyball) oder Sportarten mit plötzlichen Richtungswechseln (z.B. Badminton, Squash) sowie Läufern vor. Dabei wirken enorme Kräfte auf die Achillessehne, so dass es umso leichter zu einem Riss kommen kann, wenn sie schon vorgeschädigt ist. Ein Achillessehnenriss ist meist mit einem sehr markanten Rissgeräusch verbunden.

Woher kommen die Schmerzen?

Die Schmerzen bei einer Achillessehnenentzündung treten meist aufgrund einer vorangegangener Reizung auf, oft ausgelöst durch einseitige Belastung, zu intensive Trainingssteigerung oder Überbelastung durch zu viel Gewicht. Häufig kommt es zu Steifigkeit der Wadenmuskulatur und verminderter Bewegungsfreiheit im Sprunggelenk. Bei einem akuten Riss ist die Sehne häufig sehr druckempfindlich und geschwollen. Verminderte Kraftausübung der Wadenmuskulatur ist die Folge.

Was kann ich dagegen tun?

Bei einem Achillessehnenriss kann die Behandlung sowohl operativ als auch konservativ (z. B. durch Physiotherapie, Bandagen) durchgeführt werden.

Beim ersten Auftreten von Schmerzen in der Achillessehnengegend sollten die Ursachen (z.B. einseitige Belastung) erkannt und behoben werden. Zur Entlastung der Achillessehne ist das Tragen einer Bandage zu empfehlen. Weiterhin ist das Trainieren der Wadenmuskulatur ratsam, wobei der Achillessehne genug Pausen gewährt werden sollten.

Für den konservativ-therapeutischen Aufbau nach einem Achillessehnenriss sollte eine spezieller Schuh (Adimed-Schuh) oder eine feste Bandage getragen werden. Ein exzentrisches Rehabilitationsprogramm unter professioneller Anleitung ist der richtige Weg, die Muskulatur nach einem Achillessehnenriss wieder aufzubauen. Exzentrisches Training bedeutet, dass der Muskel gegen den eigenen Widerstand gedehnt wird. Ein einfaches Beispiel ist das schnelle Hochdrücken des Gewichtes bei Gewichthebern und das dann sehr langsame abstoppende Zurücknehmen. Vor allem dem Training der Wadenmuskulatur sollte nach einem Achillessehnenriss eine besondere Bedeutung zugesprochen werden.

Die Behandlung bei operativ versorgten Achillessehnenrissen richtet sich nach den Wundheilungsphasen (Akut-/Entzündungsphase 1.-4.Tag, Proliferationsphase 5.-21. Tag, Konsolidierungsphase 3.-6. Woche, Remodilierungsphase ab 6. Woche). In der Akutphase sollen vorwiegend die Schmerzen durch Elektrotherapie, heiße Rolle und leichtes aktives Bewegen gelindert werden. Der Fokus dabei wird auf das Abschwellen der Achillessehnenumgebung durch Hochlagerung, Lymphdrainage und fester Bandage gelegt. Der Patient bekommt zudem einen Adimed-Schuh, der den Fuß in Spitzfußstellung bringt und dadurch das Abrollen des Fußes verhindert, so dass keine Spannung auf die Achillessehne wirken kann. Das dauerhafte Tragen des Adimed-Schuhs kann allerdings zu Wundheilungsstörungen führen und sollte daher nur wenige Stunden am Tag getragen werden.

In der Konsolidierungsphase werden leichte Übungen ohne Gewicht mit Ball, Kreisel oder auf einem Pezziball im Sitzen durchgeführt.

Während der Proliferationsphase werden weiterhin Massagen der Wade, Elektrotherapie und leichte Bewegungsübungen durchgeführt, die nach und nach, abhängig vom Schmerz des Patienten, in eine Vollbelastung übergehen. Dabei werden Stabilisationsübungen und Koordinationsübungen auf Wackelbrettern und Balancekissen sowie an der Treppe, mit Therabändern und am Trampolin oder Stepper durchgeführt. Die Fersenerhöhung durch den Adimed-Schuh wird reduziert.

Während der Remodilierungsphase wird das nächtliche Tragen der Schiene abtrainiert. Es finden weiterhin Koordinations- und Stabilisierungsübungen im Bewegungsbad, auf dem Laufband oder Stepper, mit instabilen Unterlagen oder auf dem Fahrrad und der Beinpresse statt. Viele Übungen können auch im Alltag geübt und durchgeführt werden, zum Beispiel die Dehnung der Achillessehne und Lauftraining auf ebenem Boden.

Die Arbeit kann je nach Befinden nach 3-12 Wochen wieder aufgenommen werden.

Das Sporttreiben ist je nach Befinden nach 6-12 Monaten wieder möglich.